Montag, 25. Mai 2026

Moritz Löwi

 

Moritz LÖWI, Edmund HUSSERL und der UNterschied von Wesentlichem und Gleichgültigem".





Auszug aus dem Zweiten Kapitel, zu Moritz Löwi, Siegfried Marck, Gustav Regler und ihren Beziehungen,  ihrem support, den Fragen und  Antworten im Umgang mit Wolfgang Ritzel
nebst einigen Überleitungen zu einer Auseinandersetzung zwischen Franz Rosenzweig, Martin Buber, Carl Theil einerseits 
und Walter Benjamin, Gerschom Scholem andererseits
Unter Zuhilfenahme einiger Briefe und Besprechungen der Bergzaberner Edith Stein, Hedwig Conrad Martius, Jean Hering und Erich Przywara.



Buchprojekt : Das Nichts, der dritte Versuch
Die Vorstufen
"Heideggers Schweigen und Wolfgang Ritzels Antwort darauf"
wurden im Zeitraum 2020 bis 2022 so systematisch zerstört, daß der Grafiker
entnervt die Arbeit aufgab,
und die Neufassung "Das Nichts der Offenbarung" -
bereits im Sommer 2024 als in Vorbereitungs stehend angekündigt, wurde bis Juli
2025 derart verunstaltet, daß der selfpublisher Platform Booksondemand zweimal
die Publikation zurückzog, allerdings nicht ohne wenigstens eine kleine Anzahl von
Belegexemplaren dieser Art von "digital violence" ausgeliefert zu haben.











In seiner Monographie " Philosophie und Pädagogik im 20.Jahrhundert" führt Wolfgang Ritzel Moritz Löwi einerseits mit dem Verweis auf Richard Hönigswald und Edmund Husserl andererseits ein.
Wie bereits H. Breil hingewiesen hat, spielt dabei  das "Niveau" der pädagogischen, erkenntnistheoretischen, idealistischen oder transzendentalphilosophischen Debatte, eine Rolle, besonders das Thema der "Niveaulosigkeit".
So sein Hinweis, daß dem Hönigswaldschüler Löwi, der dessen Breslauer Lehrstuhl nach dem Wechsel Hönigswalds nach München übernimmt, Hönigswaldschen Grund-begriffe nicht nur ausgezeichnet präsent und begrifflich positiv besprochen werden,
" Hönigswald und in seiner Nachfolge Cramer vollziehen in einer Theorie des konkreten Subjekts eine Synthese der Gedanken Leibniz und Kants..." sondern dass sie in Löwis eigenem Gebrauch "ohne monadologische Prämissen verständlich sind".

Wolfgang Ritzel führt dann weiterhin aus, dass "es damit zusammenhängen (mag), dass er (Löwi) zu einzelnen Themen in einer Weise beiträgt, die dem Hönigswaldkenner niveaulos anmutet - aber das Argumentationsniveau entspricht dem, was von der Pädagogik der Zeit gehalten wurde."

Darin versteckt sich ein weiterer grösserer Zusammenhang nicht unähnlich der Kritik, die Wolfgang Ritzel, beiläufig, kaum merklich andererseits an Hönigswald übt
und die sein Schüler (diesmal Wolfgang Ritzels Schüler und späterer Kollege  :E.Hufnagel) dergestalt zu  Hönigswald formuliert. Erwin Hufnagel baut diesen Zusammenhang viel stärker als meine winzige Rekonstruktion hier erkennen lassen will, dessen GROSSER Torbogen in wahre Pädagogik münden sollte.
Die Pädagogik wird zur Brücke zwischen der Welt der Prinzipien und geschichtlich-situativer Faktizität, sie ist philosophische Theorie einer letztlich nicht antizipierbaren Handlungspraxis.. .Prinzipientheorie und Logik der Situation werden nicht gegeneinander ausgespielt, sondern ineinander verschränkt.
In der Pädagogik ...... müssen antagonistische Ansprüchlichkeiten versöhnt werden: die
inkommensurable Eigentümlichkeit des Ichs, der anderen und der Situation nebst allen
Implikaten muss sich mit der Ansprüchlichkeit des Prinzips verbinden.
Die pädagogische Wirklichkeit erscheint als Koinzidenzphänomen wissenschaftlicher
(theoretischer) und außerwissenschaftlicher Momente; in ihr spiegeln sich die Differenzen und Bezüglichkeiten des Kulturbegriffs...

Der Begriff der Pädagogik und der Begriff der Kultur sind perspektivische Abschattungen eines Gedankens, sie setzen sich wechselseitig voraus...

Das Problem ist, meine ich, NR, das sich in dieser flüssigen Wiedergabe die lebensweltlichen Brüche nicht zu sehen sind, deren ich bedarf, um Ausdrucksgemeinschaft 1933 lebendig zu machen - und somit wieder didaktisch pädagogisch für den Leser aufzubrechen.
Ich werde mehrfach noch auf meine sicher dämlichen Versuche zu sprechen kommen,
Geschichtsinterpretation aus ihrer Selbstverständlichkeit herauszuprügeln
Die faktische Progression in der Menschheitsgeschichte und in der Individualgeschichte. bedarf des Rekurses auf die transfaktische Welt der Prinzipien gerade weil die Pädagogik als Abschattung des Kulturgedankens dessen Komplexion in sich trägt, gerät sie in Gefahr, als mißlungene, zum Scheitern verurteilte.......

Bref ...Menscheitsgeschichte, die sich zu der u Kenntnis Löwis anders verhält.
W.Ritzel nochmals:
"Die Vorläufigkeitd es Beitrags (von Löwi und der kritik Löwis durch Hönigswaldkenner - meine Intrapolation- NR) stellt sich, sobald Löwi die höhere Argumentationsebene betritt, um den ersten unbefriedigenden Versuch zu berichtigen."

WRitzel „Hönigswald wurde durch ein philosophisches Motiv auf das Problem der Pädagogik geführt. Löwi ging von vornherein auf deren Grundlegung und Entwurf aus, wohl wissend, dass er in dieser Absicht die - natürlich wissenschaftliche - Philosophie nötig hatte. Und während jener sich die Erhärtung seiner Einsichten erforderlichen Kenntnisse der pädagogischen Literatur erst erwerben musste, konnte der mit denselben wohlvertraute Löwi aus dem Vollen schöpfen, um
seine Denkergebnisse zu belegen.Auch Einzelheiten bestätigen seine Selbständigkeit gegenüber Hönigswald - bei aller Nähe im Grundsätzlichen. Seine Definition des Anschauungsunterrichts …










Breil konstatiert: „Während die transzendentalphilosophische Pädagogik-Grundlegung Hönigswalds in Hufnagel einen ihrer wichtigsten Vertreter gefunden hat, findet - von Ritzel abgesehen - eine Würdigung der Pädagogikkonzeption Löwis erst in den letzten Jahren statt,
zunächst in Abgrenzung zu Hönigswald.
Vielleicht sollte ich hinzufügen, dass Erwin Hufnagel selbst Schüler von Wolfgang Ritzel gewesen ist, Überlieferung, Weitergabe, Übermittlung mit im Herzen der Beschäftigung mit dem Philosophen Löwi stehen, auch wenn Überlieferung in einer zeitgeschichtlichen Darstellung d es Philosophen Löwi zuerst seinen Ausschluss durch den Ns darzustellen hat, bevor eine Beschäftigung mit Schülern oder Studenten, eine Weiterentwicklung beschrieben werden kann
W.Ritzels Darstellung von Löwi in seinem Buch, der Moritz Löwi als Hönigswald Schüler, meine Wiederholung, ( gerne auch, ganz pejorativ, ums besonders dämlich zu machen) einführte zusammen mit Wolfgang Cramer: „Cramer hat seine „Grundlegung einer Theorie des Geistes“ dem Andenken Löwis gewidmet, dem er „den ersten Einblick in das ungeheure Problem der Subjektivität“ verdanke, der aber „nicht eine Spur seines Wirkens“ hinterlassen habe“. Eine Spur, so WRitzel, „hat sich doch erhalten in Gestalt von Löwis Grundbegriffen, eine der letzten Publikationen eines jüdischen Autors nach dem Winter 1932/33, damals freilich nicht beachtet“.
Die von WR verwendeten Begriffe „Beachtung“ und „Nichtbeachtung“ geben bereits, ohneexplizit die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, einen Hinweis, ein erstes Indiz auf die späteren
bewunderten „Kabinettstückchen literarischen Verweisung“
em Zusammenhang mit Husserl und der Hönigswaldschen Notes / Observation of
comprehending

R.Breil zu Löwis weiteren Engagement„ Offensichtlich versuchte Löwi eine Grundlegung der Pädagogik ohne direkte Bezugnahme auf Hönigswalds Monadologie. So weist Ritzel auf Löwis gründliche Kenntnis von Cassirers Philosophie der symbolischen Formen hin, auf die sich Löwis Verwendung des Zeichen-und Symbolbegriffs beziehe.“....“im Rückgriff auf Individuum und Gemeinschaft“ - was Breil in Bezug auf die theoretische Begründung der Reformpädagogik als einen neuen Ansatz bezeichnet , hier durch den Referenzzrahmen „Überlieferung“ gebrochen werden- gegenläufig
In den von Löwi angegebenen von Breil referierten Referenzen fällt der Name „Baur“, von dem W Ritzel schrieb, dass sich in dessen Handapparat ein Exemplar erhalten habe und von dessen Existenz ( Baur wie Buch Löwis) sich ein Hinweis …… im Briefwechsel Hönigswald - Lohmann ……. eine Spur am Starnberger See findet, Brief vom 19.9.1934
welcher Hinweis wieder enggeführt, systemtheoretisch - auch hier erlaubt eine Präzisierung von WRitzel , auf die Breil zurückgreift: „Löwis Antwort ergibt sich auf Grund der Unterscheidung von „nur zwei Möglichkeiten“, welche die Erkenntnistheorie kenne. „ entweder die Dinge bestimmen sich als Gemeingut, in diesem Fall werden sie durch das Urteil der Gemeinschaft definiert, oder aber die Dinge werden in ihren gesetzmäßigen Beziehungen genommen, die in der Wissenschaft zur Darstellung gelangen“ Was als Kenntnis (statt als wissenschaftliche Erkenntnis) zu lehren ist, wird durch dieGemeinschaft
bestimmt, die „Bildungsgemeinschaft“......
Die Gemeinschaft, die - nicht ohne „ mit der Zeit ihre Vorstellung von den Dingen“ zu ändern - irgendetwas für wertvoll und der Überlieferung für würdig erachtet, muß in der von Husserl sogenannten „Lebenswelt“ angesiedelt werden.
Mein Erinnerungsweg, NR, an WR und seine Cassirer Empfehlung als Rekonstruktionsstütze
einer Zeitlichkeit Geschichtlichkeit - zerstiebt in der Brüchigkeit meiner Arbeit -
denn die Zensur zersplittert auch den Hinweis auf den inneren Zusammenhang zwischen
Cassirer und Hönigswald ,...

"Andererseits war er (Löwi) auch mit den Gedankengängen Husserls vertraut, die erst nach seinen eigenen "Grundbegriffen" unter dem Titel "Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Philosophie" veröffentlicht worden sind (s.19)



Was es nun genauer mit Edmund Husserl auf sich hat, erfährt man bei Wolfgang Ritzel auf ebenjender seite 19 - die jedoch ihrerseits merkwürdig anmutet.
"Dieses Interesse", so führt Wolfgang Ritzel aus, ( Und zwar das Interesse an der Innenschau des Zählerlebnisses- NR) bestätigt die Funktion der Intentionalität, die Unterscheidung des Wesentlichen vom Gleichgültigen".


Bedauerlicherweise wäre nun MEIN Interesse, das von Nataly Ritzel gewesen, das wenige an mathetischem Zusammenhang eiens Zählerlebnisses in en Arbeiten von Moritz Löwi und Käthe Stern, ihres Sohnes Fritz Stern, des Historikers gewesen, der Näheres zu Käthe Sterns Montessori-Unterricht berichtete - sowie in einer Überleitung zu Chaim Müntz -
und hier wieder in Gespräche zwischen Carl Theil und Martin Buber einzumünden, genauer in Gespräche zwischen Franz Rosenzweig und Martin Buber über das, was Wesentlich ist und das was als Gleichgültig zu betrachten - oder zu vernichten ist.


Ob „Wesentliches „ oder „Gleichgültiges“ die korrekte Umschreibung eines der Wahrnehmung und ihrer Rekonstruktion entlehnte Verschiebung von Perzeptivem / REALEM und Transzendentem REALEM Begrifflichkeiten
oder bloss In den Hintergrund zu drängend, aber mächtig weiter wirksam: Sozusagen eine Assoziationsübertragung, deren argumentative semantische Bedeutung als Bedeutungs- GENESE in eine andere Ebene transferiert behaupte ich NR, zu finden
kann ich leider weder mit Franz Rosenzweig 
Noch mit einer erbitterten Debatte zwischen Walter Benjamin und Gerschom Scholem über Benjamins Gebrauch der materialistischen Dialektik
noch auch mit Maurice Halbwachs noch Aleida Assmann:
Spezifizierung zu "Erinnerungsort" und "kollektivers Gedächtnis"
über Maurice Halbwachs s46
der soziale Rahmen, in der jeder Mensch eingebunden ist...die individuelle
Erinnerung stark beeinflußt
"Der soziale Rahmen greift weit vordem Erinnern, schon beim kognitiven Erleben des
Individuums. Bereits das Wahrnehmen von Ereignissen, so Halbwachs, geschehe in
einem sozialen Kontext, der zwischen Wichtigen und Unwichtigen unterscheide. Ohne
Wahrnehmung könne es keine Erinnerung geben....Entscheidend für das Erinnern ist die Bedeutsamkeit für den
Einzelnen, die sich wiederum nur dann einstellt, wenn die Erinnerung von der
Umwelt, dem Kollektiv, als bedeutsam widergespiegelt bzw bestätigt wird"
Das heisst allerdings nicht, dass Gruppen oder Kollektive damit ein Gedächtnis haben
können...
in . Maurice Halbwachs, Das kollektive Gedächtnis Frankfurt 1985 s364..
Assmann modifiziert von "kommunikativem" zu "kollektivem Gedächtnis" - 

Leider das Stichwort für heftigste Computerabstürze Systemcrash au pluriel oder Schreibprogrammbeendigungen sei es über pages, Indesign Word, Libre Offiche oder Affinity, pour nommer que ceux.

Da jedoch Cassirer und die Davoser Debatte, zumindets als unangesprochenes Gebirgsmassiv hier aufgerichtet, den Weg des Verständnisses zu Moritz LÖwi und dem inneren Gespräch zwischen Wolfgang Ritzel und seiner Enkelin versperrt

Hier also die BZ, badische Zeitung, in der Heidegger
Verräter und fast gelesen unbekannt sozusagen (k)einen Nachruf verdient. 

https://www.badische-zeitung.de/martin-heidegger-war-moderner-vordenker-und-verraeter-vor-50-jahren-starb-der-philosoph


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