"Warum hast du nichts gemacht?" fragte mich ein schwer in die Jahre gekommener, kranker Mann, der einmal 1980/1981 für mindestens 6 Monate mein Pflegebruder gewesen war. "Warum hast du nichts unternommen ?"
Er nannte dabei Namen, Menschen, Tiere, Unternehmungen, an die er sich erinnern konnte und die in unmittelbarer räumlicher oder zeitlicher Nähe dessen gewesen waren, was ich heute schweren sexuellen Missbrauch nennen würde - aber nicht so nennen. ...darf. Und nicht allein aus TÄTERSCHUTZGründen.
Denn der Verursacher, der -
und nun müsste ich Camille Kouchner heranziehen - ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft ist, das sich selbst - etwas zynisch und herablassend - als Epstein-Vertreter charakterisiert, dessen Bedeutung, Einfluß nicht zu unterschätzen sind -und vorallem nicht der Einfluß und die Unterstützung seiner Supporter - mich bereits hingewiesen hat, dass meine Anfragen bei Wildwasser übelste Konsequenzen haben werden, möchte das nicht.
Ich muss bereits massive Kontaktabbrüche hinnehmen, und das bedeutet in meiner Recherche -induzierte und assistierte Kontaktabbrüche seitens der Universitäten SIEGEN, MÜNSTER und BONN.
Dem kann ich, meine Erinenrung und der kranke Mann wenig entgegenhalten. Die Namen und Ereignisse, die der kranke Mann mir nannte, erschrecken mich, immer noch. Denn ich kann mich an manches gut oder wenigstens sprunghaft erinnern. Eine Fahrradtour beispielsweise, bei der es im Anschluß ein größeres Bedürfnis gab, zu duschen oder zu baden. Dann setzt in meiner Erinnerung ein Warnzeichen ein. Ein nichtsichtbarer oder hörbarer Alarm, der eine gewisse Taubheit auslöst.
Dafür interessieren Sie sich nicht.
Die Erinnerungswege eines traumatischen Bewusstsein sind hier als Rekonstruktionsmodell der Philosophiegeschichte udn der Philosophie des Nationalsozialismus nicht erwünscht. Auch der moralische ethische Anspruch von Wissen ist dem wertefreien Modell wissenschaftlicher Erkenntnis entrückt, die die Ichbezogenheit des Denkenden aus allen wissenschaftlichen Texten zwanghaft herauskürzt.
Der kranke Mann, der aus einem sozial schwer depravierten Umfeld stammt, der lesen kann, aber Bücherlesen ist nicht so seins - wird auch meine französischen Arbeiten nicht lesen können.
Der Kontaktabbruch - die Verlagerung in eine ganz andere Sprache, die mri für mein Überleben - zumidnest die Möglichkeit, mich als Mensch ausdrücken zu dürfen, die mir Frankreich geboten -
verletzt ihn immer noch. Ich kann ihm nicht sagen, daß man mir als jungen Mädchen sehr eindrücklich versichte, dass er "widerlich" gewesen war, dass er sexuell Obszönes getan haben sollte (als 7 oder 8jähriger Bub), was bemerkt worden war - und weshalb er entfernt worden war.
Die obszöne Anstößigkeit und die Dummheit, die geistige Barriere, der nicht zuhelfen ist, sind auch diejenigen, die wissenschaftlich oder belletristisch schlecht umzuformulieren sind.
Ein Kind, das sich über Jahre einkotet, das nicht spürt, wenn es sich -aus versehen - an der gasheizung den Po verrbennt, nicht schriet oder überhaupt keinen Schmerz zu spüren scheint, ist etwas, das offenbar nur in meinem diffusen Denken Nebelraketen schießt.
Das Heimkind, das mißbraucht wird, die schamlose Ausnutzung der Hilflosigkeit einerseits sowie die Machtfülle desjenigen der die "Dummheit" die "Blindheit" seiner benutzten Objekte literarisch ausbeutet - stellt jedoch nur ein Motiv dar in eienm größeren, kompelxeren Zsuammenhang. Das andere ist die Freiheit, die Ermächtigung, die sich hier generationenübergreifend verkettet.
Da es in meiner Recherche - auch - um die Odenwaldschule geht, in ihren frühesten Anfängen, da es - auch - um sexuellen Missbrauch in Kinderheimen, die nachd em Ersten Weltkrieg Kinder aufnahmen, Waisen oder Halbwaisen, die "aufzupäppeln" waren, da es in meiner Recherche aber auch um andere Formen von Kinderheimen geht, die es beispielsweise wie im Castrum Peregrini des Wolfgang Frommel jüdischen Jugendlichen erlaubten, zu überleben -
wie aber auch um geistige "Strömungen" / Tendenzen, die absurderweise, scheint es, von Actes Sud nach Belgien reichen, von HERGÉ zu le SOIR, zu Raymond de Becker und Bauchau. Louvain, précisément.
Louvain - ist nichts, womit ich es mir verderben möchte, hängt doch das wenige meienr Recherche an einem mehr als dünnen Faden.
Die Universität Bonn sowie ihre Diskriminierungsstelle haben mir sowohl mit ihrem Schweigen wie mit dem Hinweis, dass sie NUR für Studenten udn Studentinnen, Mitarbeitern und anderen AKUT betroffenen Mitgliedern der Universität zuständig sind, unmißverständlich klar gemacht, daß von dieser Seite keine Unterstützung zu erwarten ist.