Ich bin unschlüssig, wie ich mich zum Ausgang dieser Wahl in Sachsen-Anhalt heute abend verhalten soll. Ich wüsste nicht was sich für mich verändern sollte– nach diesem Wahlabend.
Der Hass, der wie eine Wand - uns -
gegenübersteht und den wenigen Leuten, mit denen ich arbeite - im Schloß Bröllin und in der Uckermark mir heftig widersprechen wird.
Auch das Verhalten in den Kommunen gegenüber - dem flüchtigen zeitgeschichtlichen Beitrag von wenigen in der schwarzen Flut der Vergangenheit, der mit soviel Mühe aus dem Wasser des vergessens herausgesiebt wird, den bruchstücksnachlässen von kaum mehr exhumierender Asche, vormals Menschen, dann Objekte im Dritten Reich
scheint mir gleich.
SIE SIND NICHT VON HIER
heißt es unisono gleichbleibend von Zehdenick, Freiburg Tübingen oder Oldenburg (Die Schweiz - Basel bröckelt ein bisschen, doch in Paris steht die Brandmauer felsenfest)
Die NPD
Und der Versuch in Zehdenick mit einem Schauspieler im Rollstuhl über einen im KZ ermordeten Missionar zu reden
so das Institut Postkolonial, das Augustinermuseum in der Vrobereitung seiner Expo "Freiburg und der Nationalsozialismus" oder aber das neueröffnete Dokumentationszentrum (um nur die Institutionen zu nennen, die zur Sache angefragt wurden - neben anderen Institutionen wie Schauraum Ewerk Theater Freiburg Kulturbahnhof, Literaturhaus Jos Fritz cafe Africa Emmendingen oder aber JazzRockschule)
auf ein absolutes NO go.
Eine Brandmauer eben.
Als Radikaler Aussenseiter - demokratischen Versager, der künstlerischen und literarischen Inkompetenz - , dem neben der TOTEN EXISTENZ das Schweigen zukommt - und es wurde in letzten zwei Jahren sehr deutlich nur geisteskrankes Lallen sein kann - auf das es keiner Antwort mehr gibt.
Wie der Hüne aus Bröllin sagte, dem der Schock über die "Aushebelung demokratischer Grundrechte" im Gesicht stand, die Norden Berlins zugenommen hatte
"wie soll ich wissen, wann das, was Du schreibst, NICHT geisteskrank ist?"
Das ist ein unschlagbares Argument. Darauf ist keine Antwort zu geben.
Nun kann ich mir "natürlich" überlegen, was die NEGATIVEN Strategien eines Überlebens sein könnten. Dead man's talking. Als wäre es ein Committement, das ich Jason Arday gegeben hätteoder einem Toten Jungen Mann - ein versuch, im Nichtexistenten zu arbeiten
und siehe da - plötzlich scheinen alle meine verstummten unsichtbar gewordenen versuche Word- Wurzeln zu fassen mir aus allen Kisten und Kartons entgegen zu quellen.
Des zerstörten Wortes.
blogeintrag veröffentlicht sich von selbst.
Dem man bestenfalls mit der SYMPATHY for the Devil entgegenkommen kann
und ich muss dankbar sein, dass Freiburger Straßburger Schweizer Juden vor allem, aus Zürich und den Kanton Ausserrhoden herum, so strikt genau wissen, was das Böse ist wie die Pentecostisten aus Mali...
natürlich und vorallem mit den üblichen Text-und Wortentstellungen, die dem Bösen - unvollkommene ktanke Kreatur zukommen.
Das ist witzig. In Zehdenik, in Tübingen, in Basel und in Freiburg.
Letztlich ist es - das was ich tue - die Fortsetzung der Jauche, die sich
auf dem Grundstück des Pfarrers Hugo Schmidt ansammelt, heute wie damals:
Trügleben, den 20 September 1938
Herrn Hugo Schmidt Zehdenick an der Havel
Ihre Mitteilung, dass Jauche aus meinem Stall in Ihren Garten fliesse, ist irrig. Die Flüssigkeit, die dort vorhanden ist, besteht aus Wasser, welches von der Strasse durch den Hof und durch den Schuppen bei starken Regenfällen fliesst und sich hier einen Ausweg sucht. Die Stelle, wo Sie den Tümpel sehen, ist die tiefste Stelle des Gartens: nach allen Seiten steigt das Terrain an. Nach altem Naturgesetzt fliesst aber das Wasser nach der tiefsten Stelle. An diesem alten Gesetz ändert selbst der Herr Schmidt aus Zehdenick nichts.
........so werden wir einmal einen kleinen Prozess führen. Oder denken Sie, dass es Ihnen allein möglich ist, Prozesse zu führen? .....In Ihrem eigenen Interesse möchte ich Sie bitten, die Streiterei zu unterlassen, sonst kommt der Fall des Reichsparteitags, den Sie ja einmal persönlich miterlebt haben, in Trügleben vor.Als letzte Frist gebe ich Ihnen zeit bis zum 27.September 1938....Sollte die Löschungsbewilligung bis zu diesem Tage, abends 7 Uhr nicht bei mir eingegangen sein, so können Sie die Sache mit meinem Rechtsanwalt regulieren, natürlich auf Ihre Kosten, Herr Schmidt. Die Hypothek muss gelöscht werden, denn Herr Schmidt ist manchmal sehr vergessen, und verlangt erhaltene Gelder noch einmal; die dummen Bauern bezahlen ja gern für Herrn Pfarrer Schmidt.
Heil Hitler!